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  1. Die Montage kultureller Einheiten des Wissens als poetologische Strategie in den Filmen Ken Russells


    URL/Identifizierer http://www.filmmusik.uni-kiel.de/KB7/KB7-Wulff.pdf
    QuellenartElektronische Volltexte & Multimedia>>Aufsätze aus Zeitschriften / Sammelbänden>>
    UrheberWulff, Hans J.
    Veröffentlichungsdatum2011
    Umfang 20 S.
    Schlagworte FWFilmmusik
    Beschreibung "Das Faszinosum an LISZTOMANIA (1975), MAHLER (1975), GOTHIC (1986), LAIR OF THE WHITE WORM (1986) und diversen
    anderen Filmen Ken Russells ist die Methode der Erzählung, nicht so sehr ihr Inhalt. Die ganze Kulturgeschichte
    scheint das Material zu bilden, mit dem Russell seine Montage gestaltet, gleichgültig, ob es sich um Versatzstücke aus
    der Hoch- oder Trivialkultur bildet. Eine – allerdings höchst kontrollierte – Mélange kulturellen Wissens umzirkelt die
    Themen des Films, gibt ihnen Ausdruck und anschauliche Fülle. Dabei werden aber so heterogene Elemente der
    Kulturgeschichte aufeinander bezogen und miteinander amalgamiert, dass aus der Darstellungsmethode zugleich ein
    Distanzmoment entsteht, das den Zuschauer immer wieder auf die Darstellungsmittel selbst verweist. Der Film bezieht
    sich auf ein höchst kompliziertes intertextuelles Kräftefeld, aus dem Versatzstücke herausgebrochen und mit fremdem
    Material kombiniert werden - und installiert so einen assoziativen Raum, den zu begehen nur ein höchst gebildeter
    Zuschauer vermag. Kitsch gerät neben Bombast, Heiterkeit neben Paranoia, religiöse Bildnerei
    neben die Bildwelten der Comic Strips. Nichts, das dieser Methode widerstehen könnte. Russel geht in vielem über die
    Collagen der klassischen Avantgarde hinaus, weil er die Materialbasis, auf die seine Montagen zurückgreifen,
    verbreitert und sich nicht scheut, die Regeln von Anstand und Takt zu verletzen. Die Ordnung des bürgerlichen
    Geschmacks gerät ins Durcheinander, und es mag die Amalgamierung von Kitsch, Bombast und Hochkunst, die
    Verbindung von religiösen, politischen und kunstgeschichtlichen Symboliken sein, die so heftige Abwehr provozierte
    und den Blick auf die ästhetischen Qualitäten der Werke so oft verstellte." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturRussells ästhetisch-kabarettistischer Umgang mit kulturellem Wissen; Differentielle Einheit – Einheit als Aufgabe der Textverarbeitung; Makrostrukturen: Subtexte, Tiefenthemen und ästhetische Ordnungsmuster; Synthesen von Sinn als Produkt von Interpretationsprozessen; Die Beerdigungsszene aus MAHLER (1975): Zwischen Eifersuchtsdrama und Dekonstruktion; Anmerkungen; Literatur
    Themen FWFilm>>Filmmusik, Filmkomponist
    RVK FWAP 51450
    DDC FWPhilosophie, Theorie, Ästhetik; Techniken, Verfahren, Geräte, Ausstattung, Materialien, Verschiedenes
    geographischer BezugBehandlung nach Gebieten, Regionen, Orten im Allgemeinen>>
    zeitlicher Bezugzeitlich übergreifend / unabhängig>>
    SpracheDeutsch
    Anmerkungen zur Ressourcein: Kieler Beiträge zur Filmmusikforschung, 7, 2011: Musik bei Ken Russell