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  1. Optische Erfindungen von der Lochkamera zum Wanderkino : Historische Augenblicke


    URL/Identifizierer http://www.massenmedien.de/kino/schwaben/augenblick/baumer.htm
    QuellenartElektronische Volltexte & Multimedia>>Aufsätze aus Zeitschriften / Sammelbänden>>
    UrheberBaumer, Ruth
    Veröffentlichungsdatum1995
    Schlagworte FWFilmgeschichtsschreibung; Filmtechnik
    Beschreibung "Üblicherweise konzentrieren wir uns bei der Betrachtung der Geschichte des Films auf den Aspekt des technischen Fortschritts. Dieser Blickwinkel läßt nur einen historischen Augenblick zu: das Jahr 1895 mit den ersten kinematographischen Vorführungen. Und er benennt nur die Erfinder, die sich mit diesem historischen Augenblick verbinden: die Gebrüder Lumiére. Im Grunde gibt es jedoch keinen einzelnen Erfinder, keinen einzelnen historischen Augenblick. Die optischen Erfindungen, die sich im Vorfeld der Kinematographie um die bildhafte Wiedergabe der Wirklichkeit bemühten, sind die eigentlichen Bausteine des Films. Doch werden sie meist nur als unvollkommene Schritte zum viel ausgereifteren Film belächelt. Der Kinematograph bündelt zwar verschiedene Sehbedürfnisse, die bis dahin nur partiell befriedigt wurden, er verdrängt aber auch alte Bildmedien, deren ästhetische Erlebnisformen der Film nicht bieten kann. Wir spüren ihnen nach. Schon die ersten Anwendungen und Vorführungen der optischen Erfindungen vor der Kinematographie, - Camera obscura, Guckkasten, Laterna magica, stroboskopische Spielereien, Photographie - fanden ein begeistertes und fasziniertes Publikum. Die frühen Bildmedien wie Moritatentafel und Guckkasten waren bereits darauf bedacht, nicht nur Vergnügen, sondern auch Information zu bieten. Aktualität war eine Priorität für das Angebot der Guckkastenmänner und -frauen. Historische Augenblicke, - ob politische Ereignisse oder Naturkatastrophen - wurden schnellstmöglich auf Papier gebannt und auf den Märkten als Neuigkeit angepriesen. Mit der Geschichte der Bildmedien ist eine Geschichte des (Augen-)Blicks auf das engste verknüpft. Viele der frühen optischen Sensationen bieten ein intimes Blickerlebnis. Die Betrachtung eines Motivs oder Effekts bleibt dem einzelnen vorbehalten, der durch Gucklöcher oder Sehschlitze mitten in die Szene blickt. Er bestimmt Zeitpunkt, Dauer, Intensität und häufig auch den Inhalt des Blickerlebnisses selbst. Mit der Entwicklung der Projektionskunst wird die Schaulust ein kollektives Vergnügen. Das in einem Saal sitzende Publikum wird zu angekündigten Vorstellungsterminen mit einem feststehenden Programm unterhalten. Bei den Blicken in die Apparate und auf die Leinwand handelt es sich insofern um historische (Augen-) Blicke." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturDas Geheimnis der dunklen Kammer; "A la Silhouette" oder der Schattenriß; Das Spiel mit Licht und Schatten; Arthur Maximilian Miller (1901-1992); Guckkästen - Fenster zur Welt; Die Illusion der Bewegung; Laterna magica - das Spiel der bunten Schatten; Nebelbilder; Die Photographie - Abbild der Wirklichkeit; Lebende Photographien
    Themen FWFilm>>Biographie, Filmgeschichte
    RVK FWAP 44400
    DDC FWPhilosophie, Theorie, Ästhetik; Historische, geografische, personenbezogene Behandlung
    geographischer BezugEuropa, Westeuropa>>Mitteleuropa, Deutschland>>
    zeitlicher BezugNeuzeit, 1500 – 1899>>19. Jahrhundert, 1800 - 1899>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>
    SpracheDeutsch
    Anmerkungen zur Ressourceaus: Augen Blick mal. Optische Erfindungen von der Lochkamera zum Wanderkino mit Beiträgen zur Kinogeschichte in Schwaben. Schriftenreihe der Museen des Bezirks Schwaben, herausgegeben von Hans Frei, Band 11. Museumsdirektion des Bezirkes Schwaben, Gessertshausen 1995.