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  1. Nach dem Film No 10 : Kino zwischen Text und Körper


    URL/Identifizierer http://www.nachdemfilm.de/content/no-10-kino-zwischen-text-und-k%C3%B6rper
    QuellenartElektronische Volltexte & Multimedia>>Selbständige Veröffentlichungen>>; Elektronische Volltexte & Multimedia>>Sonstige Volltexte / Multimedia>>
    Verleger Nach dem Film
    Veröffentlichungsdatum2008
    Schlagworte FWFilmgeschichtsschreibung; Filmanalyse; Filmtheorie
    Beschreibung "Im Diskurs der Film- und Medienwissenschaft spielt die Dimension des Körpers seit den neunziger Jahren eine bedeutende Rolle. Untersucht werden die Repräsentation des Körpers, die Bedingungen der Rezeption, die Verbindung von Body und Gender, die spezifische Medialität des Films etc. Das Somatische wird in vielen Positionen zum zentralen Forschungsgegenstand. Dies kommt einer Trendwende gleich. Der Körperdiskurs löst die seit den sechziger Jahren vor allem in Frankreich und im angloamerikanischen Raum entwickelten Ansätze ab, die Film fast ausschließlich als eine Form von Textualität begriffen. Diese Ansätze entwickelten sich im Umfeld von Semiotik, Strukturalismus und Psychoanalyse. Dabei wurde nach den Möglichkeiten der spezifisch filmischen Bedeutungsproduktion und -konstitution gefragt. Beide Perspektiven auf Film – die neueren Ansätze zum Körper und die klassischen Texttheorien – stehen allerdings bislang eher unvermittelt nebeneinander. Dies ist insofern bemerkenswert, als Film und Kino beide Dimensionen ständig miteinander zu verbinden scheinen. Vor diesem Hintergrund hatten wir für ein Call for Papers im Rahmen des Bremer Symposiums zum Film (2007) folgende Fragen formuliert: Ist der Film ein spezifisches Medium der Text-Körper-Relation? Wie verschränken sich die Dimensionen von Text und Körper in der Filmrezeption? Wie lässt sich der Zusammenhang von Text und Körper in der Filmtheorie untersuchen? Wie wurde bisher in den Texttheorien die Dimension des Körpers diskutiert, und wie behandeln die neueren Körpertheorien die Textualität des Films? Warum ist ausgerechnet die Cinephilie ursprünglich mit den textuellen Ansätzen verbunden? Was macht die Blockbusterproduktionen so geeignet für den Körperdiskurs? Welches sind neben den Filmen von Almodóvar, Cronenberg, Lynch, Haneke, Ozon oder Fincher die aktuellen Trends des Kinos im Spannungsfeld von Text und Körper? Die Reaktionen waren insofern bemerkenswert, als zahlreiche Einsendungen die Fülle und Breite der inzwischen etablierten Körperorientierung der Film- und Medienwissenschaften erkennbar werden ließen, explizit von der Texttheorie oder Filmsemiotik ausgehende Ansätze aber fast gänzlich ausblieben. Die No 10 versammelt eine Auswahl dieser Reaktionen. Die Verbindungslinien zwischen Text und Körper verlaufen dabei auf unterschiedlichen Wegen, oftmals auf Umwegen. Dennis Göttel beschreibt die Leinwand des Kinos als Übergangsfigur, die in den unterschiedlichen theoretischen Diskursen zwischen Verkörperung und Textualität changiert. Silvia Horváth analysiert die Ästhetik von Béla Balász am Beispiel der "Körpersprache" Asta Nielsens. An Angela Schanelecs Plätze in Städten untersucht Wenke Wegner beispielhaft die Arbeit der "Berliner Schule" mit den Körpern der Schauspieler. Auf der Folie der bildenden Kunst und ihrer ikonologischen Bedeutungszuschreibung arbeitet Evelyn Echle die spezifischen Darstellungen der Schnitterfigur im Film heraus. Auf der Basis von Erinnerungsbildern und im theoretischen Kontext der Kulturwissenschaft nimmt Matthias Wittmann die textuelle Bedeutungsproduktion der Filmrezeption in den Blick. Die Untersuchung des pornografischen Films führt Enrico Wolf zu einer Trias von Text-Körper-Bild, von der aus die Frage nach der Sinnstiftung im Film neu gestellt werden muss. Am Beispiel von Paul Haggis Crash argumentiert Tarja Laine, dass im post-klassischen Kino Bedeutung insbesondere über die Konzepte Haut und Berührung generiert wird. Christian Tedjasukmana unternimmt schließlich ausgehend von Claire Denis’ Nénette et Boni den Versuch, die gegensätzlichen Körperbegriffe von Merleau-Ponty und Foucault für die Filmtheorie in einer Synthese fruchtbar zu machen." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturDennis Göttel: Metapher und Material. Somatische und textuelle Projektionen der Kinoleinwand; Silvia Horváth: Die Lyrik der »polyphonen« Ausdrucksbewegungen und die Poesie der Dinge. Das Verhältnis von Text und Körper bei Béla Balázs; Wenke Wegner: Hinsehen, Hinhören. Körper und Angela Schanelecs Plätze in Städten; Evelyn Echle: Vexierspiel von Somatik und textueller Abstraktion. Die Figur des personifizierten Todes als filmische Allegorie; Matthias Wittmann: Was nicht aufhört, wehzutun Erinnern im Film an der Schnittstelle von Körper und Text; Enrico Wolf: Körper zwischen Bild und Wort. Der pornografische Film; Tarja Laine: »It’s the Sense of Touch«. Skin in the Making of Cinematic Consciousness; Chris Tedjasukmana: Unter die Haut gehen, zur Welt sein und anders werden. Die Politik der Körper bei Claire Denis, Maurice Merleau-Ponty und Michel Foucault
    Themen FWFilm>>Biographie, Filmgeschichte; Film>>Theorie, Methodik, Didaktik; Film>>Einzelne Filme (Sekundärliteratur)
    RVK FWAP 44400; AP 45000; AP 45100; AP 59800
    DDC FWPhilosophie, Theorie, Ästhetik; Techniken, Verfahren, Geräte, Ausstattung, Materialien, Verschiedenes; Historische, geografische, personenbezogene Behandlung; Personen
    geographischer BezugBehandlung nach Gebieten, Regionen, Orten im Allgemeinen>>
    zeitlicher Bezugzeitlich übergreifend / unabhängig>>
    SpracheDeutsch