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  1. "Von Helden und Menschen..." : Der Zweite Weltkrieg im sowjetischen Spielfilm und dessen Rezeption in der DDR, 1945-1965


    URL/Identifizierer http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/volltexte/2003/790/pdf/karl_diss_05_ohne_bilder_02.pdf
    Identifizierer alternativhttp://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:21-opus-7907 URN
    QuellenartElektronische Volltexte & Multimedia>>Hochschulschriften>>
    UrheberKarl, Lars
    Verleger Universität <Tübingen> / Fakultät für Philosophie und Geschichte
    Veröffentlichungsdatum2003
    Umfang 317 S.
    Schlagworte FWFilmgeschichtsschreibung; Kriegsfilm; Rezeption; Sowjetunion
    Freie Schlagworte FW Zweiter Weltkrieg; DDR
    Beschreibung "Die in der Sowjetunion produzierten Kriegsfilme lassen sich für den genannten Zeitraum grob in zwei Kategorien einteilen: die heroisch-mythologisierenden Werke der Stalinzeit und die Filme des sog. "Tauwetters". In letzteren wurden - nach sowjetischer Terminologie - "menschliche" Schicksale vorgestellt. Das Sujet des Krieges diente in diesem Zusammenhang als Medium der Abrechnung mit dem Stalinismus, es konnte aber auch zur allgemeineren Abrechnung mit dem Krieg genutzt werden.
    Mit Blick auf die DDR scheint in diesem Zusammenhang vor allem interessant, wie der ostdeutschen Bevölkerung, deren Situation von der unmittelbaren Erfahrung einer militärischen Niederlage geprägt war, die Filme des sowjetischen Sieges im Zweiten Weltkrieg präsentiert und propagandistisch näher gebracht werden sollten. Die sowjetischen Kriegsfilme, allesamt in erster Linie für das sowjetische Publikum gedreht und auf zeitgenössische kulturpolitische Leitlinien sowie mentale Prädispositionen des sowjetischen Publikums abgestimmt, sollten in ein der sowjetischen Umgebung relativ fremdes kulturelles Umfeld "verpflanzt" und den betroffenen Individuen als verbindlicher Ausdruck einer neuen Weltanschauung vorgestellt werden. Diesbezüglich sind die sowjetischen "Tauwetterfilme" von besonderem Interesse: Entstanden in einem Klima der Entstalinisierung trafen sie in der DDR auf ein politisches und kulturelles Umfeld, welches den Stalinismus sowjetischer Prägung samt den aus ihm resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft allenfalls in stark abgeschwächter Form erfahren hatte. Auch besaß die ostdeutsche Bevölkerung auf individueller Ebene ein eigenes, anderes Bild von der Vergangenheit des Krieges. Filme, die in der Sowjetunion auf eine Aufarbeitung stalinistischer Vergangenheit vor dem Hintergrund der Ereignisse im Zweiten Weltkrieg abzielten, mußten in der DDR demzufolge, um nicht gleichsam "ins Leere zu laufen", auf offizieller Ebene einen anderen Interpretationsgehalt erhalten und der Bevölkerung auf andere Art und Weise nähergebracht werden als dem sowjetischen Zuschauer." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturEinleitung; Der Spielfilm als historische Quelle; Der Zweite Weltkrieg im sowjetischen Spielfilm (1941–1965); Der sowjetische Kriegsfilm in der SBZ/DDR; Der sowjetische Kriegsfilm in KVP und NVA; Resümee; Anhang; Literaturverzeichnis
    Themen FWFilm>>Biographie, Filmgeschichte; Film>>Beziehungen, Ausstrahlungen, Einwirkungen; Film>>Filmpublikum
    RVK FWAP 44918; AP 44950; AP 46700; AP 57800; AP 57900
    DDC FWHistorische, geografische, personenbezogene Behandlung
    geographischer BezugEuropa, Westeuropa>>Mitteleuropa, Deutschland>>; Europa, Westeuropa>>Osteuropa Russland>>
    zeitlicher Bezug20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1940 - 1949>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1950 - 1959>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1960 - 1969>>
    SpracheDeutsch