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  1. Cine-Therapie / Film-Therapie : eine erste Bibliographie


    URL/Identifizierer http://www1.uni-hamburg.de/Medien//berichte/arbeiten/0097_09.html
    QuellenartVerzeichnisse & Nachschlagewerke>>Bibliographien thematisch / personal>>; Elektronische Volltexte & Multimedia>>Aufsätze aus Zeitschriften / Sammelbänden>>
    UrheberAmann, Caroline
    Verleger Universität <Hamburg> / Fachbereich Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft
    Veröffentlichungsdatum2009
    Schlagworte FWFilmwissenschaft; Bibliographie; Psychologie; Rezeption; Psychiatrie
    Freie Schlagworte FW Filmtherapie
    Beschreibung "Darüber können viele, die in der Bildungsarbeit der Akademien versuchen, mit allgemeinem Publikum über Themen ins Gespräch zu kommen, die tabuisiert, traumatisiert, intimisiert oder sonstwie blockiert sind, berichten: Setzt man Filme als Katalysatoren des Gesprächs ein, wird es vielen möglich, über Dinge zu sprechen, die ihnen sonst unzugänglich sind. Und sie können anders darüber sprechen, als ermögliche der Film eine Spiegelung und dadurch eine Abmilderung der eigenen Beginderungen im Umgang mit einem Thema. Dass Psychiater sich dieser eigentümlichen Fähigkeit des Films versichert haben, sie zu therapeutischen Zwecken ausnutzen, nimmt nicht wunder. Zwar ist die Film- oder Cinetherapie erst seit wenigen Jahren auch Thema theoretischer Reflexion, doch spielt Film im therapeutischen Prozeß schon lange eine gewichtige Rolle. Film and andere Künste, müßte man ergänzen, weil gewisse Spielformen der narrativen Therapie, die Bibliotherapie und die Kunsttherapie sehr viel längere Traditionen auch theoretischer Reflexion kennt, manchmal zur Grundlage ganzer Therapieformen geworden ist. Filmtherapie ist auch für den Filmwissenschaftler von höchstem Interesse, zeigt sich doch hier Aneignung von Filmen an einer signifikanten Grenze. Ist es Aufgabe einer Rezeptionstheorie oder -ästhetik des Films, die formalen Vorgaben, die ein Film als materiale und symbolische Vorgabe des Rezeptionsprozesses macht, in Beziehungen zu bringen mit den allgemeinen Bestimmungen, denen das Verhalten des Zuschauers unterworfen ist (ihn zu „positionieren“, die „Zuschauerrolle“ als textuell-dominierte Rolle zu skizzieren oder ähnlich), so ist das individuell-empirische Urteil eines Zuschauers, die sozialen oder biographischen Bezüge, die er dazu aktiviert, gerade nicht Aufgabe der Filmtheorie. Filme eröffnen Potentiale von Bedeutungen, sind anschließbar an diverse Rezeptionshorizonte, die ihrerseits wieder signifikant sein können (als klassenspezifische readings etwa, als Dekodierungen, die auf Distanz zu den angebotenen Deutungsmustern gehen - die Cultural Studies handelt zentral von solchen Differenzierungen -, oder als Differenzierungen der Zuschauer hinsichtlich ihrer „cineastischen“ Orientierungen und Vorlieben). All dieses ist aber ebenfalls nicht vom einzelnen abhängig. Für die Therapie dagegen steht nun aber das Besondere des jeweiligen Patienten im Zentrum, das Besondere seiner Auslegungen, Impressionen, Assoziationen, Urteile, das Besondere auch in Form des Nicht-Wahrnehmens, des Vergessens und Übersehens. Darum markiert das psychotherapeutische Projekt der Cinetherapie eine höchst interessante Grenze der filmischen Arbeit an Strukturen des filmischen Textes, die das Ausgangsmaterial je indivdueller und zumindest zum Teil subjektiver Aneignungen bilden. Darum auch ist eine Kasusistik eine der ersten und allgemeinsten Teildisziplinen der Cinetherapie. Dass Prozesse der Übertragung hier ebenso große Bedeutung einnehmen wie Prozesse der in allgemeiner Therapie, und dass es opportun ist, Strategien der Verdrängung, Sublimierung, Blockierung etc. beim Umgang mit filmischen Materialien anzunehmen, wie sie im Umgang mit primärere Erfahrung auch verfolgt werden, erscheint insgesamt evident zu sein." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturBibliographisches Verzeichnis
    Themen FWFilm>>Bibliographien, Sammelschriften; Film>>Organisation, Beruf, Forschung; Film>>Theorie, Methodik, Didaktik; Film>>Filmpublikum
    RVK FWAP 40000; AP 42800; AP 45600; AP 57800
    DDC FWPhilosophie, Theorie, Ästhetik
    geographischer BezugBehandlung nach Gebieten, Regionen, Orten im Allgemeinen>>
    zeitlicher Bezugzeitlich übergreifend / unabhängig>>
    SpracheDeutsch
    Anmerkungen zur RessourceMedienwissenschaft / Hamburg: Berichte und Papiere ISSN 1613-7477 97 / 2009: Filmtherapie