ViFa medien buehne Film Logo  Film ViFa medien buehne film Logo

  1. Psychiatrie und psychische Krankheit als Themen des Films : Eine annotierte Bibliographie


    URL/Identifizierer http://www1.uni-hamburg.de/Medien//berichte/arbeiten/0001_03.html
    QuellenartVerzeichnisse & Nachschlagewerke>>Bibliographien thematisch / personal>>; Elektronische Volltexte & Multimedia>>Aufsätze aus Zeitschriften / Sammelbänden>>
    UrheberWulff, Hans J.
    Verleger Universität <Hamburg> / Fachbereich Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaft
    Veröffentlichungsdatum2003
    Schlagworte FWBibliographie
    Freie Schlagworte FW Filmthema
    Beschreibung "Die Geschichte der Psychiatrie und der psychischen Krankheit im Film ist so alt wie das Kino. Der Film hat erzählt von Trauer und vom Zusammenbruch, von der amour fou und von der Schuld, von einer Krea tivität am Rande der Ruhelosigkeit und der Bewußtheit, von größenwahnsinnigen Politikern und von mad scientists. Erzählt wurde von Anstalten, die Gefängnissen gleich­kamen, von verrückt gewordenen Psychiatern, von Gummizellen und Elektroschock-Therapien. Der Wahn sinn wurde in metaphorischer Weise als Symbol gesetzt, an dem ablesbar ist, wie zerstörerisch die Gesellschaft für ihre Mitglieder werden kann. Es gab aber auch vor allem dokumentarische Versuche, die den Kranken als Gesprächspartner ernst nahmen und der Utopie einer freien Psych iatrie zuarbeiteten. Und es gab immer wieder Filme, die vom Wunder der menschlichen Zuwendung erzählten, von der Bereitschaft zu retten und zu helfen. Es gibt kein eigenes Genre des Psychiatriefilms - vielmehr kann der Wahn sinn in alle Genres einbrechen, findet sich in der Komödie wie im Melodrama, im Gangsterfilm wie im weepie. Die Normalität der Handelnden und des Handelns erweist sich als stillschweigende Grenze, die jederzeit überschritten werden kann. Die Geschichte der Psychiatrie im Film ist aber auch eine Geschichte der Ängste und der Abwehrreaktionen, mit denen über die Jahre und Jahrzehnte der psychischen Abweichung begegnet wurde. Der Film schließt an alte Traditionen an: Über Jahrhunderte hinweg wurde der Kranke in den Entwürfen der "Volks psychologie" als ein Fremder aufgefaßt, der eine möglicherweise unabsehbare Gefahr für die anderen darstelle. Gerade in der Kritik der Psychiatrie als Ordnungsmacht zeigt sich das kritische Potential des Films - immer wieder ist das Recht des Menschen auf Schmerz und Psychose behauptet, immer wieder für Verständnis und Toleranz für die Andersartigkeit der Kranken und für Hilfe für die Geistigbehinderten geworben worden. Diese Bibliographie versammelt Arbeiten zur Geschichte der Psychiatrie im Film sowie eine Reihe von Analysen, in denen das Thema in einzelnen Filmen untersucht wird." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturBibliographisches Verzeichnis
    Themen FWFilm>>Bibliographien, Sammelschriften; Film>>Organisation, Beruf, Forschung; Film>>Beziehungen, Ausstrahlungen, Einwirkungen
    RVK FWAP 40000; AP 42800; AP 45600; AP 45700
    DDC FWHistorische, geografische, personenbezogene Behandlung
    geographischer BezugBehandlung nach Gebieten, Regionen, Orten im Allgemeinen>>
    zeitlicher Bezugzeitlich übergreifend / unabhängig>>
    SpracheDeutsch
    Anmerkungen zur RessourceMedienwissenschaft / Hamburg: Berichte und Papiere ISSN 1613-7477 1, 2003: Psychiatrie und psychische Krankheit als Themen des Films