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  1. Die Inszenierung von Heimat in palästinensischen Spielfilmen


    URL/Identifizierer http://othes.univie.ac.at/5609/1/2009-06-17_0200154.pdf
    Identifizierer alternativhttp://othes.univie.ac.at/5609/ URL
    QuellenartElektronische Volltexte & Multimedia>>Hochschulschriften>>
    UrheberFriedrich, Christina
    Verleger Universität <Wien> / Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
    Veröffentlichungsdatum2009
    Umfang 207 S.
    Schlagworte FWFilmgeschichtsschreibung; Filmanalyse; Heimat; Nahostkonflikt; Palästina
    Freie Schlagworte FW Kollektive Identität; Kulturelles Gedächtnis
    Beschreibung "Beim Nahostkonflikt handelt es sich trotz allen politischen und religiösen Aspekten in erster Linie um einen Heimatkonflikt. Die Gründung des Staates Israel 1948 bedeutete für das eine Volk eine Heimkehr, für das andere den Verlust der Heimat. Von diesem historischen Bruch thematisch, logistisch und wirtschaftlich geprägt, ist das palästinensische Filmschaffen ein typisches Beispiel für das Accented Cinema, in dem die Inszenierung von Heimat eine besondere Rolle spielt. Die emotionale Bindung an das verlorene Land Palästina, die Erinnerung an eine gemeinsame Vergangenheit und der Wunsch nach Rückkehr in dieses Land sind wichtige Bestandteile der kollektiven palästinensischen Identität. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie solche starken Heimatnarrative in ihrer identitätsstiftenden Funktion Eingang in die palästinensische Spielfilmproduktion finden. Mit welchen Mitteln wird Heimat in Zeit und Raum verankert? Welche Emotionen tragen die Erinnerung an Heimat und welche Bedeutung haben die dadurch entstandenen Erinnerungsräume für ein palästinensisches kulturelles Gedächtnis? Mit Wedding in Galilee (Michel Khleifi, 1987), Haifa (Rashid Masharawi, 1996), Divine Intervention (Elia Suleiman, 2002) und Atash (Tawfik Abu Wael, 2004) werden vier wichtige Vertreter des palästinensischen Gegenwartskinos einer qualitativen Inhaltsanalyse unterzogen, deren Ergebnis einige Tendenzen in der Heimatinszenierung aufzeigt: Erinnerung wird häufig in Affekten, Symbolen und Bildern gespeichert, seltener in Gegenständen. Das Haus dient sowohl im positiven als auch im negativen Sinne als Generationenort für die Familie, während die verlassenen Heimatstädte zu kollektiven Gedenkorten werden. Die Bedeutung dieser Heimatdarstellung für das kulturelle palästinensische Gedächtnis unterscheidet sich abhängig vom Entstehungsjahr des Films. Während sich die beiden älteren Filme, Wedding in Galilee und Haifa, beispielsweise durch Olivenbaumsymbolik und gemeinsamer Lagererfahrung wesentlich stärker Techniken zur Herstellung einer kollektiven Identität bedienen, treten solche Mittel bei den beiden jüngeren Filmen eher in den Hintergrund. Insbesondere bei Atash wird ein vom politischen Konflikt losgelöstes Heimatbild geschaffen, das einen neuen Erinnerungsraum auf gesellschaftlicher Ebene eröffnet, während die Hauptfigur von Divine Intervention, der Regisseur E.S., in seiner Sprachlosigkeit zur Allegorie des heimatlosen palästinensischen Künstlers wird." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturEinleitung; Voraussetzungen; Heimat; Film; Fazit; Literaturverzeichnis; Filmographie; Anhang
    Themen FWFilm>>Biographie, Filmgeschichte; Film>>Beziehungen, Ausstrahlungen, Einwirkungen
    RVK FWAP 44967; AP 44968; AP 46700; AP 47400
    DDC FWHistorische, geografische, personenbezogene Behandlung
    geographischer BezugAsien Orient Ferner Osten>>Naher Osten (Mittlerer Osten)>>
    zeitlicher Bezug20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1940 - 1949>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1950 - 1959>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1960 - 1969>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1970 - 1979>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1980 - 1989>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1990 - 1999>>; 21. Jahrhundert, 2000 – 2099>>2000 - 2009>>
    SpracheDeutsch