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  1. Sissy and the other guys : zur Darstellung von Homosexualität im Hollywoodfilm zwischen McCarthy und Kennedy


    URL/Identifizierer http://othes.univie.ac.at/5376/1/2009-06-03_0248123.pdf
    Identifizierer alternativhttp://othes.univie.ac.at/5376/ URL
    QuellenartElektronische Volltexte & Multimedia>>Hochschulschriften>>
    UrheberJilke, Wolfgang
    Verleger Universität <Wien> / Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
    Veröffentlichungsdatum2009
    Umfang 114 S.
    Schlagworte FWFilmgeschichtsschreibung; Filmpolitik; Filmanalyse; Homosexualität
    Freie Schlagworte FW Joseph McCarthy; Gender Studies
    Beschreibung "Im Jahre 1947 stieg ein junger Senator aus Wisconsin zum Namensgeber einer ganzen Epoche auf: Joe McCarthy und die nach ihm benannten Methoden des McCarthyismus prägten die Zeit von 1947 bis zur Wahl Kennedys 1961. Nicht ohne Grund in einer Zeit, die von einem überbordenden Konservatismus geprägt war. Und damit auch nicht ohne Grund in einer Zeit, in der ein Regelwerk namens ‚Production Code’, der rund 30 Jahre in Kraft war, so streng wie nie das Thema Homosexualität aus dem Hollywoodfilm zensierte. Der Production Code, die selbst auferlegte Zensur einer ganzen Industrie, war implementiert worden, um Konfrontationen mit Kritikern Hollywoods zu vermeiden. Religiöse, politische und andere gesellschaftlich relevante Gruppierungen sollten so keinen Grund zur Kritik mehr finden können. Trotzdem soll gezeigt werden, dass es die Darstellung von Homosexualität im Hollywoodfilm dieser Zeit gab. Während jedoch die zur Darstellung benutzten Codes bis zur Mitte der 1940er Jahre zwar konnotativ, aber trotzdem recht deutlich waren, reduzierte die stringente Anwendung des Production Codes die Darstellung auf so ambivalente Codes, dass sich damit die Zensur umgehen ließ, während trotzdem Teile des Publikums, denen diese Codes bekannt waren, darin Homosexualität erkennen konnten. Erst 1961 kamen mit THE CHILDREN’S HOUR und ADVISE & CONSENT zwei Filme ohne Siegel der Production Code Administration, die die richtige Anwendung des Production Codes überwachte, in die Kinos und zeigten und sprachen explizit über weibliche und männliche Homosexualität. In der Arbeit soll darüber hinaus unter Hinzuziehung der Queer Theory deutlich werden, wie sehr die Vorstellung einer homosexuellen Identität gesellschaftlich geprägt respektive konstruiert ist. Somit können die Codes dafür als abhängig vom gesellschaftlichen Diskurs verstanden werden. Die kognitiven Rezeptionstheorien sind es dabei, die es vermögen, uns das Verstehen dieser Codes bei der Rezeption zu erklären. Ohne Vorwissen, das – so David Bordwell – in Schemata und durch semantische Felder strukturiert ist, gibt es kein Verstehen. Nur die Rezipientinnen und Rezipienten, die also über eine Verbindung zwischen bestimmten Codes und Homosexualität verfügen, konnten und können diese Codes in einem homosexuellen Sinne verstehen. Dass genau dieser Mechanismus es war, der es ermöglichte, Zensur zu umgehen und trotzdem für einen Teil des Publikums, dem diese Codes bekannt waren, Homosexualität zwischen die Zeilen zu schreiben, soll in dieser Arbeit verdeutlicht werden." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturEinführung oder All About Homosexuality; Historische Dimension; Hollywood censored; Geschlechts-, Sexualitäts- und Filmkonstruktion; Rezeption und Produktion; Resümee; Quellenverzeichnis; Anhang
    Themen FWFilm>>Biographie, Filmgeschichte; Film>>Beziehungen, Ausstrahlungen, Einwirkungen
    RVK FWAP 44983; AP 46700; AP 47000; AP 47950
    DDC FWHistorische, geografische, personenbezogene Behandlung
    geographischer BezugNordamerika>>USA (Vereinigte Staaten von Amerika)>>
    zeitlicher Bezug20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1940 - 1949>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1950 - 1959>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1960 - 1969>>
    SpracheDeutsch