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  1. Arthur Schnitzler und das Kino : kinematographische Beziehungen am Beispiel "Liebelei"


    URL/Identifizierer http://othes.univie.ac.at/8055/1/2009-12-29_0405626.pdf
    Identifizierer alternativhttp://othes.univie.ac.at/8055/ URL
    QuellenartElektronische Volltexte & Multimedia>>Hochschulschriften>>
    UrheberMorkus, Nadja
    Verleger Universität <Wien> / Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
    Veröffentlichungsdatum2009
    Umfang 99 S.
    Schlagworte FWFilmanalyse; Literaturverfilmung -> Literatur Verfilmung; Intermedialität
    Freie Schlagworte FW Arthur Schnitzler; Liebelei
    Beschreibung " Arthur Schnitzlers Leben und Werk zeichnet sich aus durch eine ganz besondere Beziehung zum Kino. Schon für die Vorläufer des neuen Mediums entwickelt er ein ausgeprägtes Interesse und bis zu seinem Tod kann eine beachtliche Anzahl an Besuchen im Kaiser-Panorama und eine weit größere im Kino festgestellt werden. Das neue Medium frequentiert er, genau wie andere Innovationen seiner Zeit, nicht sofort aber letztlich regelmäßig und sehr oft. An manchen Tagen geht er sogar von einer Vorstellung in die nächste. Das Kino ist ihm Ort der Zerstreuung aber weckt auch sein fachliches Interesse im Hinblick auf die fortgeschrittene Form der Technik. Sobald die ersten Literaturverfilmungen veröffentlicht werden und auch bei Schnitzler angefragt wird, ob er bereit wäre seine Werke kinematographisch verwerten zu lassen, ergeben sich zahlreiche neue Positionen, die Schnitzler in Bezug zum Kino einnimmt. Er wird Drehbuchautor und Verwalter seiner eigenen Stoffe sowie eine Art Anwalt, der darauf achten muss, seine Interessen und Rechte zu wahren. Viele seiner Werke erscheinen ihm gut geeignet für eine kinematographische Realisierung. Eine Sonderposition nimmt dennoch das Schauspiel Liebelei ein, welches als eines der ersten, das Interesse der Filmproduktionen auf sich zieht und Schnitzler agiert hierbei erstmalig als Drehbuchautor. Bemerkenswert ist Schnitzlers Filmverständnis, das sich schon in den Anfängen des Kinos mit dem späterer führender Filmtheoretiker deckt. Eine Anforderung, die Schnitzler genauso wie Béla Balázs und Rudolf Arnheim an das Kino stellen ist, die Umsetzung der Wörter in Bilder ohne zusätzlich erklärender Mittel. Ein weiteres Merkmal des Filmverständnisses Schnitzlers ist der Anspruch auf Kunst, den er der Kinematographie zu gesteht und das zu einem Zeitpunkt, in der die Debatte um die Etablierung des Films als Kunst gerade erst am Anfang steht und von zahlreichen Gegenstimmen bestimmt ist. Im Vergleich mit Ophüls lässt sich feststellen, dass sowohl bei ihm wie auch bei Schnitzler häufig die Parallelmontage zur Anwendung kommt, was zu Schnitzlers Zeit noch sehr innovativ ist. Außerdem offenbaren der Drehbuchautor und der Regisseur in gleichem Maße aber auf unterschiedliche Weise, dass sie genau um die Methoden der Spannungserzeugung wissen. Schnitzlers Arbeit an der Verfilmung der Liebelei zeigt sein starkes Interesse für das neue Medium. Sein Filmverständnis zeichnet sich dadurch aus, dass er versucht aus den ästhetischen Möglichkeiten des Films, die jenen im Theater einiges voraus haben, zu schöpfen. Er beweist im Drehbuch zum Stummfilm Liebelei und in den Verhandlungen mit der Nordisk einmal mehr sein hohes filmtheoretisches Reflexionsniveau. Gleichzeitig geht aus seinen persönlichen Notizen über den Werdegang der Liebelei eine Ambivalenz von Faszination und Abneigung hervor, von welcher seine ganze Beziehung zum Film bestimmt ist." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturEinleitung; Die Entwicklung des Kinos und seine Vorgänger; Arthur Schnitzler und die österreichische Kinoindustrie; Das Schauspiel Liebelei; Der Stummfilm Liebelei/Elskovsleg; Der Tonfilm Liebelei von Max Ophüls; Filmverständnis: Arthur Schnitzler und Max Ophüls; Vergleich zweier Szenarien; Zusammenfassung; Anhang
    Themen FWFilm>>Biographie, Filmgeschichte; Film>>Inszenierung und Regie; Film>>Spielfilm
    RVK FWAP 44920; AP 50800; AP 53000
    DDC FWHistorische, geografische, personenbezogene Behandlung
    geographischer BezugEuropa, Westeuropa>>Mitteleuropa, Deutschland>>Österreich und Liechtenstein>>
    zeitlicher Bezug20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1930 - 1939>>
    SpracheDeutsch