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  1. FAMILIE LEDEBOER: TERUGKEER NAAR NEDERLAND : ein Familienfilm im Dienst des niederländischen Kolonialismus


    URL/Identifizierer http://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2005/332/pdf/FAMILIE_LEDEBOER.pdf
    Identifizierer alternativhttp://ubt.opus.hbz-nrw.de/volltexte/2005/332/ URL
    QuellenartElektronische Volltexte & Multimedia>>Berichte aus Forschung, Projekten, Tagungen>>
    UrheberRohde, Kristin
    Verleger Universität <Trier>
    Veröffentlichungsdatum2005
    Umfang 6 S.
    Schlagworte FWFilmanalyse; Filminterpretation -> Interpretation Film; Niederlande; Indonesien; Kolonialismus
    Beschreibung "FAMILIE LEDEBOER: TERUGKEER NAAR NEDERLAND (1926) ist einer der wenigen noch heute erhaltenen Familienfilme aus der niederländischen Kolonie Nederlands-Indië, dem heutigen Indonesien. Der Dokumentarfilmer Willy Mullens zeigt hier das Verhältnis der niederländischen Kolonialherren und ihren kolonisierten Anderen in einer sehr persönlichen, wenngleich auch nicht alltäglichen Form. Anlässlich der Rückkehr der Familie in die Niederlande werden ausgewählte Begegnungen zwischen der Familie Ledeboer und ihren Angestellten dargestellt, in denen der abstrakte, kolonial-ideologische Gegensatz zwischen dem ‚Selbst’ und dem ‚Anderen’ konkrete Form annimmt.
    Obgleich der Film den Daheimgebliebenen zeigen sollte, wie man in der Kolonie lebt und wie es einem in der Fremde ergeht, sollte zugleich durch Bilder von Ordnung und Stabilität und die Betonung der Loyalität der Angestellten und der guten Fürsorge über diese die Kolonialideologie einer weißen Überlegenheit gestützt werden. Dies gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender Konflikte und eines aufkeimenden Nationalismus in der Kolonie und einer damit einhergehenden Infragestellung der kolonialen Ordnung zu dieser Zeit an Bedeutung.
    Der Familienfilm diente so zur Konstruktion von Normalität und zur Bestätigung der eigenen Identität als Familie und als Europäer in der Fremde, zur Bestätigung von Status und Zugehörigkeit und zur Vergewisserung des eigenen Selbstbildes auf der individuellen wie auch kollektiven Ebene. Dennoch bleibt die Darstellung des Verhältnisses von Kolonialherren und Kolonisierten ambivalent. Obschon versucht wird, bei aller Fürsorglichkeit auch soziale Distanz und Überlegenheit zu transportieren, merkt man dem Umgang auch die Vertrautheit der tagtäglichen Nähe und Interaktion an." (Information des Anbieters)
    Themen FWFilm>>Beziehungen, Ausstrahlungen, Einwirkungen
    RVK FWAP 46700
    DDC FWHistorische, geografische, personenbezogene Behandlung
    geographischer BezugEuropa, Westeuropa>>Andere Teile Europas>>; Asien Orient Ferner Osten>>Südostasien>>
    zeitlicher Bezug20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1920 - 1929>>
    SpracheDeutsch
    Anmerkungen zur RessourceÜberarbeitete Fassung eines Vortrags vor dem Graduiertenkolleg ‚Identität und Differenz. Geschlechterkonstruktion und Interkulturalität 18.-21. Jahrhundert’ an der Universität Trier am 11.02.2005.