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  1. Kind, Kino und Kinderliteratur : eine Untersuchung zum Medienumbruch in der Kinderkultur der Kaiserzeit und der Weimarer Republik


    URL/Identifizierer http://kups.ub.uni-koeln.de/2792/
    Identifizierer alternativurn:nbn:de:hbz:38-27925 URN
    QuellenartElektronische Volltexte & Multimedia>>Hochschulschriften>>
    UrheberSchmerling, Alice
    Verleger Universität <Köln> / Philosophische Fakultät
    Veröffentlichungsdatum2007
    Umfang 259 S.
    Schlagworte FWFilmgeschichtsschreibung; Kinderfilm; Publikum; Intermedialität; Jugendschriftenbewegung; Kinderliteratur
    Freie Schlagworte FW Kinoreformbewegung
    Beschreibung "Angesichts der von der Filmforschung aufgezeigten Tatsache, dass die Kinder und Jugendlichen in den Anfängen des Films um 1910 zu den eifrigsten Besuchern der ersten ortsfesten Kinos gehörten, geht die vorliegende Arbeit der Frage nach, wie die Kinder- und Jugendliteratur, aber auch die organisierte Kinder- und Jugendbuchkritik (=die so genannte Jugendschriftenbewegung) der Kaiserzeit und der Weimarer Republik auf das Auftauchen eines neuen Konkurrenzmediums reagiert haben. Die Untersuchung zeigt, dass sowohl die Kinderbuchkritiker als auch die Autoren selbst die Erweiterung der Kinderkultur durch das Kino zunächst primär als eine abzuwehrende Konkurrenzsituation wahrnahmen. Erst als der Film durch die im Reichslichtspielgesetz von 1920 verankerten einheitlichen Zugangsbeschränkungen domestiziert worden war, wurde der Kunstanspruch des Films auch in der Jugendschriftenbewegung akzeptiert. Zudem begann sich auch der Umgang mit dem Film in der Kinderliteratur langsam auszudifferenzieren: Fortgeführt wurde die Kritik am Film vor allem im proletarischen Kinderbuch, dem das neue Medium als Teil der angefeindeten kapitalistischen Vergnügungsindustrie galt. Mit Wolf Durians "Kai aus der Kiste" (1927) und Erich Kästners "Emil und die Detektive" (1929) entstanden daneben aber auch die ersten kinderliterarischen Texte, die die neue Generation von ‚Medienkindern’ emphatisch begrüßten und sogar in ihrer Formsprache eine als ‚filmische Schreibweise’ beschreibbare offensive Annäherung an das neue Medium beobachten lassen. Vom bloßen Motiv zum zentralen Thema avancierte der Film jedoch erst Ende der 1920er Jahre in den sich neu herausbildenden ‚Filmromanen’ für Kinder, deren Handlung zumeist den Aufstieg eines Kindes oder Jugendlichen zum Filmstar vorführt. Funktionsgeschichtlich betrachtet wandelt sich das Kinderbuch damit vom kritischen Reflexionsmedium zum bloßen ‚Filmanhängsel’, das mit einer literarisch ausgestalteten Erfüllung der von der ‚Traumfabrik’ genährten Aufstiegswünsche am Erfolg des Konkurrenzmediums zu partizipieren hofft." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturEinleitung; Kinderkultur und Medienkritik: Traditionen und zeitgenössische Kontexte; Entwicklungslinien der Integration des Films in den Bereich der etablierten Kultur der Kaiserzeit und der Weimarer Republik; Die Diskursivierung des Films als Teil der Kinderkultur der Kaiserzeit; Die Auseinandersetzung mit dem Film im Handlungs- und Symbolsystem der Kinder- und Jugendliteratur der Kaiserzeit; Die Diskursivierung des Spielfilms als Teil der Kinderkultur der Weimarer Republik; Die Auseinandersetzung mit dem Film im Handlungs- und Symbolsystem der Kinderliteratur der Weimarer Republik; Schluss; Literaturverzeichnis
    Themen FWFilm>>Biographie, Filmgeschichte; Film>>Beziehungen, Ausstrahlungen, Einwirkungen; Film>>Filmpublikum; Film>>Film in einzelnen Ländern
    RVK FWAP 44400-AP 44999; AP 46700; AP 47200; AP 57900; AP 59710
    DDC FWHistorische, geografische, personenbezogene Behandlung
    geographischer BezugEuropa, Westeuropa>>Mitteleuropa, Deutschland>>
    zeitlicher BezugNeuzeit, 1500 – 1899>>19. Jahrhundert, 1800 - 1899>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1900 - 1919>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1920 - 1929>>; 20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>1930 - 1939>>
    SpracheDeutsch