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  1. "Vegetarier! Karotte! Gurkenheini!" : eine kulturwissenschaftliche Analyse der Darstellungs- und Inszenierungspraktiken des Vegetarismus im zeitgenössischen Film


    URL/Identifizierer http://kups.ub.uni-koeln.de/3088/
    Identifizierer alternativurn:nbn:de:hbz:38-30882 URN; http://kups.ub.uni-koeln.de/volltexte/2010/3088/ URL
    QuellenartElektronische Volltexte & Multimedia>>Hochschulschriften>>
    UrheberBoje, Christiane
    Verleger Universität <Köln> / Philosophische Fakultät
    Veröffentlichungsdatum2009
    Umfang 275 S.
    Schlagworte FWFilmanalyse; Filminterpretation -> Interpretation Film
    Beschreibung "Essen als soziokulturelles Feld stellt eine der maßgeblichen Inszenierungsfolien filmischer Narrationen dar, die in der Regel bewusst arrangiert wird. Der filmische Vegetarismus wird jedoch offensichtlich nicht in Begriffen des Essens verhandelt; als Sujet der kommerziellen Filmkomödie der 1990er und 2000er Jahre tritt er ausschließlich in Form stigmatisierter Figuren in Erscheinung, deren Etikettierung konsequent an Hand des Wort-Namens ‚Vegetarier’ und damit jenseits aller Vorstellungen und auch Visualisierungen des Alimentären erfolgt. Der Vegetarier im Film steht also nicht für sein Essverhalten, sondern, wie früher die selbstbewusste Frau, später der schwule Mann etc., für eine Absonderlichkeit. Der Vegetarier bekommt so in der filmischen Komödie die Funktion eines Sonderlings zugeschrieben, ohne dass es der filmischen Erzählung tatsächlich darum ginge, wie es um sein Ess-Verhalten bestellt ist. Hierbei wird deutlich, dass die filmischen Repräsentationen des Vegetarismus in den Begriffen des Normalitätsdiskurses operieren und operieren müssen: Der Vegetarismus wird als komisches Laster im Bergsonschen Sinne und somit als aktuelle Form der Anormalität inszeniert, die derart den ‚betroffenen’ Individuen den Zugang zur ‚Normalgesellschaft’ versperrt. Indem er aber – im Sinne einer Wiederherstellung einer herrschenden Ordnung – zugleich als heilbare Krankheit inszeniert wird, wird dergestalt das grundsätzliche Verhältnis des Films zu soziokulturellen Devianzen verdeutlicht." (Information des Anbieters)
    Inhaltsverzeichnis/StrukturEinleitung; Soziokulturelle Erscheinungs- und Bedeutungsformen des Essens; Zur Bedeutung des Fleisches; Vegetarismus – soziokulturell codierte Abstinenz; Essen im Film; Vegetarismus im Film; Man ist, was man isst: Der Vegetarier im Film; Literatur- und Quellenverzeichnis; Filmverzeichnis; Anhang
    Themen FWFilm>>Beziehungen, Ausstrahlungen, Einwirkungen
    RVK FWAP 46700; AP 47400
    DDC FWHistorische, geografische, personenbezogene Behandlung
    geographischer BezugBehandlung nach Gebieten, Regionen, Orten im Allgemeinen>>
    zeitlicher Bezug20. Jahrhundert, 1900 – 1999>>; 21. Jahrhundert, 2000 – 2099>>
    SpracheDeutsch